Torschuster – unlösbares Verkehrsproblem

Als Mitglied des Familienbeirats wurde ich in der letzten Zeit öfters seitens verschiedener Eltern, Lehrer und Erzieher, aber auch Kinder und Autofahrer auf eine problematische Verkehrssituation aufmerksam gemacht. Es handelt sich um die Kreuzung am Torschuster: Obere Karolinenstraße-Jakobsplatz, Maternstraße-Michelsberg.

Wegen der sehr eingeschränkten Sicht in fast allen Richtungen sind die von allen Seiten in die Kreuzung fahrenden Autos hier mit einer unübersichtlichen Situation konfrontiert, die eine Gefahr für alle Straßenverkehrsbeteiligten, insbesondere aber für die Kinder als Fußgänger darstellt. Diese sind nicht Wenige, denn mehrere Einrichtungen für Kinder sind an dieser Lage zu Hause: Domschule (am Domberg), Montessorischule (am Jakobsplatz), Kinderhort Don-Boscolino (am Jakobsplatz), Kindergarten St. Elisabeth (am Jakobsberg), Kindergarten St. Michael (Franziskanergasse am Michelsberg)), Kinderkrippe Bienenkorb (am Jakobsberg) und nicht zuletzt die seit einem Jahr neu umgezogene Städtische Musikschule am Michelsberg.

Während der Schulzeit sind zwar Lotsen von der Montessorischule früh morgens vor Ort, dennoch sind die Kinder, die die prekäre Kreuzung mittags und nachmittags ohne eine Ampel, einen Spiegel bzw. Zebrastreifen o. Ä. überqueren müssen, sich selbst überlassen. Da hilft ihnen weder die noch vor dem Torschuster an der Ob. Karolinenstr. stehende Ampel (nicht immer im Betrieb!) noch das von den engagierten Eltern am Torschuster angebrachte Schild „Vorsicht! Schulkinder!“

Nachdem mir persönlich schon einige Male von verschiedenen Kindern aus dem Hort Don Boscolino und aus der städtischen Musikschule berichtet wurde, sie wären an der berüchtigten Kreuzung beinah überfahren worden, fühlte ich mich verpflichtet, dem Familienbeirat zu bitten, sich im Sinne aller Verkehrsteilnehmer einzusetzen, um eine adäquate Lösung zu finden. Dennoch stellte sich nach den Bemühungen, Recherchen und breitbandigen Korrespondenzen des Familienbeirats heraus, das Problem sei seit mehreren Jahren der Stadtverwaltung bekannt, inzwischen als „unlösbar“ eingestuft und … abgehakt.

Ihre Armine Poghosyan

2 Kommentare

  1. Das ist doch ein hausgemachtes Problem der Eltern der Kinder in den ganzen Einrichtungen dort. Wenn die Eltern Ihre Kinder mit dem Bus fahren ließen, denn der fährt ja schließlich da auch vorbei, wäre das alles kein Problem. Oder aber, wenn die Kinder ein wenig zu Fuß gehen würden.
    Aber nein, es muss ja der Haustür zu Haustür Service sein. Und damit eben die Ursache des Verkehrschaos.
    Am besten wäre es, wenn die Einrichtungen noch so einen Drive-In-Schalter bauen würden, dann könnten die Eltern da vorfahren, Türe aufmachen, Kind raus, Tür zu und weiterfahren und nachmittags müsste halt dafür gesorgt werden, dass das richtige Kind zum Einsteigen bereitsteht.
    Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht und den Verkehr dort oben wirklich gezählt und mal geschaut, wer da langfährt und wohin dieser fährt? Die wenigsten nutzen es als Durchgangsstraße, ich denke, es sind mindestens zu 80 % die Eltern, die ihren Nachwuchs bis zur Schultüre fahren und auch dort wieder abholen.
    Auf der anderen Seite beschweren sich die Leute über eine Ausdünnung des ÖPNV, aber wenn keiner damit fährt, ist das doch eine logische Konsequenz. Und damit steigt dann wieder der Individualverkehr. Es ist und bleibt eine immer weiterdrehende Spirale.

  2. Markus Schäfer

    12. September 2017 at 11:03

    Das Problem ist nicht unlösbar. Wenn alle Eltern ihre Kinder nicht mehr mit dem Auto in die Schule bringen würden, wäre dies ein erster großer Schritt in Richtung Verkehrsberuhigung.

    Dazu passend folgendes Gespräch mit einer Mutter:
    Warum fahren Sie denn ihr Kind immer mit dem Auto zur Schule?
    Na wegen dem vielen Verkehr ist es viel zu gefährlich, um zu Fuß zu gehen.

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