Bamberg erfreut sich großer Beliebtheit. Touristenströme, steigende Studierendenzahlen und Familienzuwachs sind nur wenige Beispiele, die den Wohnraum in der Stadt verknappen. Während im Jahr 2011 noch 70.635 Personen mit Hauptwohnsitz beim Einwohneramt registriert wurden, waren es im September 2015 bereits 73.063 Personen.


Eine Zunahme von 2.428 Einwohnern. Das ist schön für Bamberg, aber schlecht für den Personenkreis, der unter der Verknappung des Wohnungsmarktes leiden muss. Knapper Wohnraum bedeutet steigende Mieten und davon sind insbesondere auch Familien mit Kindern betroffen.
In der Stadt Bamberg gelten zwar ab 1. Januar 2016 die Regelungen zur Kündigungs-beschränkung nach Wohnungsumwandlung und die sogenannte Mietpreisbremse, dennoch bleibt die Wohnungsmarktsituation weiterhin unakzeptabel.
Um Abhilfe zu schaffen hat die Stadt Bamberg inzwischen auf dem Konversionsgelände die ehemalige Pines-Housing-Area erworben. Dort können sich nun einige Bamberger über günstigen Wohnraum freuen. Anbetracht der aktuellen Entwicklungen auf dem Konversionsgelände, wie die geplante Ansiedlung der Bundespolizei und die Unterkunft für Flüchtlinge, geht der Familienbeirat davon aus, dass auch in Zukunft für Bamberger Familien nicht genügend angemessener und bezahlbarer Wohnen zur Verfügung stehen wird. Eine Entspannung des Wohnungsmarktes ist auf lange Sicht nicht zu erwarten. Die unumstrittene Wohnungsnachfrage wird auch durch unsere Verbandsmitglieder bestätigt, bei denen ständig Anfragen über bezahlbare Wohnungen eingehen.
Natürlich werden auch neue Wohnungen in der Stadt gebaut, aber diese sind für Familien oft nicht erschwinglich oder auch viel zu klein. Deshalb sieht der Familienbeirat dringenden Handlungsbedarf.
Der Familienbeirat appelliert deshalb an die Stadt Bamberg, alle Fördermöglichkeiten zur Errichtung von Sozialwohnungen auszuschöpfen und dringend in günstigen Wohnraum zu investieren.
Die Investition in bezahlbaren Wohnraum ist eine Investition in die Zukunft von Familien.
Anke Steinhäuser